Inbetriebnahme von Fertigungsanlagen und Sondermaschinen, weltweit
Wir bringen Ihre Anlage zum Laufen, unabhängig davon, wer sie montiert hat. Vom E/A-Check und der Funktionsprüfung über Safety- und Schnittstellentests bis zum Anlagenhochlauf, zur Abnahme und zur Begleitung der ersten Produktionstage. Auf Wunsch vorab virtuell abgesichert, damit Fehler am Rechner auffallen und nicht an der Anlage. Dort, wo Ihre Anlage steht, in Deutschland, Europa, Asien und Amerika.
OEM-Standards
- BMW
- Mercedes-Benz
- VW/PowerCo
ISO zertifiziert
Wenn die Anlage steht, aber nicht läuft
Die Inbetriebnahme ist die Phase, in der alle Fehler zusammenlaufen, die vorher niemand gesehen hat. Signale liegen auf der falschen Klemme, eine Verriegelung greift zu früh, ein Antrieb dreht in die falsche Richtung, die Schnittstelle zum übergeordneten System meldet nichts. Jeder dieser Punkte ist einzeln klein und in Summe der Grund, warum Produktionsstarts kippen. Und anders als in den Phasen davor gibt es hier keine Reserve mehr, weil der Termin am Ende der Kette steht.
Häufig kommt hinzu, dass die Anlage von jemand anderem montiert wurde. Dann fehlt nicht Personal, sondern Steuerungskompetenz: jemand, der das Programm liest, die Fehler unter Spannung eingrenzt und dafür einsteht, dass die Anlage die Taktzeit erreicht. Genau diese Verantwortung übernehmen wir, auch wenn wir am Aufbau nicht beteiligt waren.
Was die Sache abkürzt, ist Struktur. Wir fahren die Inbetriebnahme in festen Stufen, statt an mehreren Stellen gleichzeitig zu suchen. Und wo es sinnvoll ist, prüfen wir die Abläufe vorab in der Simulation, lange bevor die erste reale Achse bewegt wird.
Von der montierten Technik
zur laufenden Anlage
Eine Inbetriebnahme, die schnell geht, ist keine schnelle Inbetriebnahme, sondern eine geordnete. Wir arbeiten von unten nach oben: erst die Signalebene, dann die Sicherheitsfunktionen und Schnittstellen, dann der Hochlauf im Zusammenspiel und schließlich die Abnahme. Jede Stufe wird abgeschlossen, bevor die nächste beginnt. Das klingt langsamer, spart aber genau die Doppelsuche, die in der heißen Phase am meisten Zeit kostet.
Am Ende steht nicht nur eine laufende Anlage, sondern eine übergabefähige: mit Protokollen, mit CE-konformer Dokumentation und mit eingewiesenem Bedien- und Wartungspersonal. Ihr Ansprechpartner bleibt dabei vom ersten Signaltest bis zur Abnahme derselbe.
Unsere Leistungen in der Inbetriebnahme
E/A-Check und Funktionsprüfung
Die Basis jeder Inbetriebnahme. Solange die Signalebene nicht stimmt, ist jede Fehlersuche weiter oben verlorene Zeit:
- Spannungsfreier Check vor dem ersten Einschalten
- E/A-Check und Signalprüfung gegen die Zuordnung im Programm
- Prüfung der Drehrichtungen und Endlagen
- Parametrierung von Antrieben und Feldgeräten
- SPS-seitiger Programmabgleich und Parametrierung
- Funktionsprüfung der Einzelfunktionen vor dem Verbundbetrieb
- Eingrenzung und Beseitigung von Störungen im Anlauf
Safety- und Schnittstellentests
Sicherheitsfunktionen und Schnittstellen sind die Bereiche, in denen sich spätere Ausfälle vorbereiten, wenn sie nur oberflächlich getestet werden:
- Prüfung der sicherheitsgerichteten Funktionen inklusive Nachweisdokumentation
- Test von Not-Halt, Schutztürüberwachung, Lichtgittern und Zustimmeinrichtungen
- Prüfung der PROFIsafe-Kommunikation und der F-Peripherie
- Test der Schnittstellen zu Robotern, Vision-Systemen, RFID und DMC-Scannern
- Prüfung der Anbindung an MES und ERP inklusive Telegrammverkehr
- Schnittstellentests nach OEM-Vorgabe, etwa zu Produktions-IT-Systemen
- Prüfung der Kommunikation zu vor- und nachgelagerten Anlagenteilen
Anlagenhochlauf und Taktzeitoptimierung
Aus geprüften Einzelfunktionen wird eine Anlage, die produziert:
- Probebetrieb und Hochlauf im Verbund
- Optimierung von Abläufen und Verriegelungen
- Taktzeitoptimierung bis zur geforderten Ausbringung
- Beobachtung und Nachjustierung unter realer Last und realem Material
- Auswertung und Abstellung der Störungen aus dem Hochlauf
- Feinabstimmung von Roboterabläufen und Bewegungsprofilen
Abnahme und Produktionsbegleitung
Die Anlage läuft, und sie soll auch weiterlaufen, wenn wir vom Platz gehen:
- Abnahme mit Protokoll und Nachweisdokumentation
- Dokumentation als Teil der Übergabe
- Einweisung und Schulung des Bedien- und Wartungspersonals
- Begleitung der ersten Produktionstage vor Ort
- Übergabe der Programmstände und der Anlagendokumentation
- Erreichbarkeit nach der Abnahme, im DACH-Raum mit einer Reaktionszeit unter 24 Stunden, international per Fernzugriff und bei Bedarf mit einem Einsatz vor Ort
Inbetriebnahme steht an?
Fehler finden, bevor die Anlage steht
Bei der virtuellen Inbetriebnahme läuft Ihr SPS-Programm gegen ein Simulationsmodell der Anlage, lange bevor die Mechanik aufgebaut ist. Ablauffehler, falsche Verriegelungen und Kollisionen fallen dabei am Rechner auf, wo eine Korrektur Minuten kostet und keine Stunden Anlagenstillstand. Wir arbeiten dafür mit KUKA.Sim, Siemens NX und dem digitalen Zwilling der Anlage.
Der Nutzen liegt weniger im Aufwand vorab als in der Zeit vor Ort. Wer mit abgesicherten Grundfunktionen an die reale Anlage geht, verbringt die Inbetriebnahme mit Feinabstimmung statt mit Grundlagenarbeit, und das in einer Phase, in der jeder Tag am Standort teuer ist. Besonders deutlich zeigt sich das bei verketteten Linien, bei Roboterzellen mit engen Bewegungsräumen und bei Anlagen, die im Ausland aufgebaut werden.
Die virtuelle Inbetriebnahme ersetzt die reale nicht. Sensorik, Antriebe und Material verhalten sich in der Realität nie ganz so wie im Modell. Beides greift ineinander, und genau so setzen wir es auch an.
Inbetriebnahme dort, wo Ihre Anlage steht
Viele Anbieter enden am Werkstor. Wir fahren mit. Wenn Ihre Anlage ins Ausland geht, nehmen wir sie am Aufstellort in Betrieb, mit Projektleitung, Planung und Materialbeschaffung auf Wunsch aus einer Hand. Ihr Ansprechpartner bleibt derselbe, egal ob die Linie in Deutschland steht oder auf einem anderen Kontinent. Durchgeführt haben wir Inbetriebnahmen unter anderem in Chile, Indien und China.
Auslandseinsätze planen wir mit Vorlauf. Anreise, Visum, Zugangsregelungen, Werksunterweisungen und Ersatzteilversorgung gehören zur Vorbereitung, damit der Termin am Standort steht, bevor die Anlage ankommt. Dazu kommen die abweichenden Anforderungen des Ziellandes, etwa Netzform und Spannungsebene, Dokumentationssprache und Normenwelten wie UL oder CSA in Nordamerika.
Projekte aus
der Praxis
Inbetriebnahme einer Batteriezellfertigung
Batteriefertigung
Inbetriebnahme einer Fertigungslinie für Batteriezellen in China, inklusive Funktionsprüfung, Hochlauf und Übergabe vor Ort.
Inbetriebnahme in Südamerika
Prozesstechnik
Inbetriebnahme einer Anlage in Chile, von der Signalprüfung über den Hochlauf bis zur Einweisung des Bedienpersonals.
Was Sie von uns in der Inbetriebnahme bekommen
Unabhängig vom Aufbau
Wir nehmen Anlagen in Betrieb, die wir nicht montiert haben. Sie brauchen für den Anlauf keinen Lieferanten, der vorher schon im Projekt war.
Steuerungskompetenz, nicht nur Personal
Unsere Inbetriebnehmer kommen aus der SPS-Programmierung. Sie lesen das Programm, statt Symptome zu melden.
Virtuell absicherbar
Auf Wunsch prüfen wir Abläufe und Bewegungen vorab in der Simulation mit KUKA.Sim, Siemens NX und digitalem Zwilling. Kollisionen fallen so auf, bevor die Anlage steht.
Weltweiter Einsatz
Inbetriebnahmen unter anderem in Chile, Indien und China. Wir nehmen die Anlage dort in Betrieb, wo sie steht, mit demselben Ansprechpartner.
Strukturiert in Stufen
Signalebene, Safety und Schnittstellen, Hochlauf, Abnahme. Jede Stufe abgeschlossen, dokumentiert und nachvollziehbar, statt paralleler Fehlersuche.
Häufige Fragen zur Inbetriebnahme
Nehmen Sie eine Anlage in Betrieb, die jemand anderes montiert hat?
Ja, das ist ein regelmäßiger Fall. Wir beginnen dann mit einer Bestandsaufnahme, prüfen die Installation gegen die Unterlagen und dokumentieren Abweichungen, bevor wir einschalten. Für den Anlauf und das Erreichen der zugesagten Funktion übernehmen wir anschließend die Verantwortung, unabhängig davon, wer aufgebaut hat.
Arbeiten Sie auch mit einem fremden SPS-Programm?
Ja. Unsere Inbetriebnehmer kommen aus der Programmierung und arbeiten sich in bestehenden Code ein, auch in einen, der nach einem OEM-Standard aufgebaut ist. Wenn wir Änderungen vornehmen, dokumentieren wir sie nachvollziehbar und geben den Programmstand am Ende an Sie zurück.
Wie läuft eine Inbetriebnahme bei Ihnen ab?
In festen Stufen. Zuerst der spannungsfreie Check, dann der E/A-Check und die Prüfung der Einzelfunktionen unter Spannung, danach Safety- und Schnittstellentests, anschließend der Hochlauf im Verbund mit Taktzeitoptimierung und zuletzt die Abnahme mit Dokumentation und Einweisung des Personals. Jede Stufe wird abgeschlossen, bevor die nächste beginnt.
Was bringt eine virtuelle Inbetriebnahme?
Ihr Programm läuft dabei gegen ein Simulationsmodell, bevor die Anlage real steht. Ablauffehler, Verriegelungsfehler und Kollisionen fallen am Rechner auf, wo die Korrektur Minuten dauert. Die Zeit vor Ort verkürzt sich entsprechend, weil die Grundfunktionen schon abgesichert sind. Die reale Inbetriebnahme ersetzt das nicht, sie wird dadurch nur deutlich kürzer.
Was passiert, wenn die Taktzeit nicht erreicht wird?
Dann beginnt die Analyse an der Stelle, an der die Zeit verloren geht, also bei Abläufen, Verriegelungen, Wegzeiten und Wartepunkten. Wir optimieren Ablauf und Parametrierung so weit, wie es die Anlagenmechanik zulässt, und benennen offen, wenn eine Anforderung ohne mechanische oder konzeptionelle Änderung nicht erreichbar ist. Diese Rückmeldung bekommen Sie früh und nicht am Abnahmetag.
In welchen Ländern führen Sie Inbetriebnahmen durch?
Der Schwerpunkt liegt in Deutschland und Europa, wir fahren aber auch weiter. Inbetriebnahmen haben wir unter anderem in Chile, Indien und China durchgeführt. Für Auslandseinsätze planen wir Anreise, Visum, Zugangsregelungen und Vor-Ort-Logistik früh mit ein, damit der Termin am Standort steht, bevor die Anlage ankommt.
Die Anlage läuft, wenn die Inbetriebnahme sitzt.
Sie haben ein Projekt in der Inbetriebnahme?
Wir sind gespannt,
welche Anlage Sie bewegt.
Ganz gleich, ob Anlauf im Inland, Inbetriebnahme auf einem anderen Kontinent oder vorab abgesichert in der Simulation: Wir finden gemeinsam den richtigen Weg.